Volle Kontrolle

Lesezeit ca. 4 Minuten
Text: Juliane Gringer
Fotos: Holger Jacoby, B & M Logistics-Service

Um sensible Ware wie Medikamente oder frische Lebensmittel gekühlt zu transportieren, braucht man beste Technologie und höchste Zuverlässigkeit in der gesamten Lieferkette. Deshalb setzen die hessische Spedition B & M Logistics-Service und Sushi-Produzent Natsu Foods aus Neuss auf Telematik-Lösungen von idem telematics.

»Die Lösungen von idem telematics sind extrem zuverlässig.«

Sushi ist kein frisches Produkt, sondern ein ultrafrisches: Nur wenige Stunden vergehen von dem Moment, in dem die Reishäppchen bei Natsu Foods in Neuss vom Band laufen, bis zur Ankunft des Fahrers in einem von rund 2.500 Supermärkten deutschlandweit, die das Unternehmen beliefert. In der Regel kommt dreimal pro Woche neue Ware in die Kühltheken. Dort warten die Schalen mit Maki, Nigiri und Co. dann auf hungrige Käufer – und die sollen sich auf die Frische der Ware verlassen können.

Lars Gormanns leitet den Fuhrpark von Natsu Foods.

Das Unternehmen nutzt deshalb seit rund drei Jahren TControl COOL T 110 von idem telematics. Die Telematik-Einheit wurde in 85 Transportern verbaut, die Natsu Foods für die Belieferung auf der letzten Meile nutzt. Für die Fahrt in Ballungsgebiete beauftragt das Unternehmen einen erfahrenen Dienstleister. Die Fahrzeuge übernehmen dann die weitere Verteilung im Zielgebiet. „Der Einzelhandel und auch die Verbraucher haben ein Recht auf beste Qualität und eine sichere Kontrolle der gesamten Lieferkette“, sagt Fuhrparkleiter Lars Gormanns. „Telematik kann das sicherstellen. Die Lösungen von idem telematics sind extrem zuverlässig. Zudem ist der Kundenservice optimal.“ Natsu Foods nutzt Cargofleet, Gormanns schätzt die klare Struktur und die einfache Handhabung des Portals. Am Computer­monitor auf seinem Schreibtisch sieht er, welche Fahrzeuge gerade unterwegs sind, ob sie fahren oder stehen und – das Wichtigste: ob die vorgegebene Temperatur eingehalten wird.

Die Fahrer bringen das Sushi direkt und schnell in die Supermärkte.

Die Sushi-Rollen müssen bei 2 bis 7 Grad Celsius produziert und transportiert werden. Im Transporter überwacht die Telematik per Kontaktschalter die Türen, damit das Klima in den Fahrzeugen konstant bleibt. Im Laderaum sind zwei Temperaturfühler verbaut: Wenn sich die vorgeschriebenen Temperaturen in Richtung eines kritischen Werts bewegen, setzt das System einen Alarm an Gormanns und sein Team ab. Ihm war unter anderem wichtig, dass die Hardware möglichst kompakt ist: „Wir haben alle unsere Fahrzeuge gemietet, wollen daher flexibel bleiben und die Telematik gegebenenfalls in Nachfolgemodelle übernehmen.“

Natsu Foods wurde 2004 von zwei Brüdern gegründet, die die Vision hatten, Sushi in die Supermärkte zu bringen. Die Unternehmer legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität. Daher setzen sie auf beste Zutaten und ressourcenschonenden Transport. Die Maximalgeschwindigkeit der Flotte wurde auf 140 Stundenkilometer gedrosselt, was den Dieselverbrauch um 15 Prozent gesenkt hat, und die Fahrer werden regelmäßig geschult. Gormanns beobachtet den Markt für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: „Noch gibt es da keine praktikable Lösung für die Transporter, die wir nutzen. Sobald es sie gibt, steigen wir um.“

»DIE PRODUKTE HABEN MEHR FUNKTIONEN ALS BEI ANDEREN ANBIETERN.«

Auch Medikamente stellen besonders hohe Anforderungen an den Transport – umso mehr, wenn der über weite Distanzen geht. Die Spedition B & M Logistics-Service ist auf temperaturgeführte Transporte von Arzneimitteln und Blutkonserven in den Mittleren und Nahen Osten spezialisiert. Sie bringt Arzneimittel europäischer Hersteller zu Krankenhäusern, Apotheken oder Gesundheitsministerien in Bulgarien, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan, in der Türkei oder im Irak und Iran. Die längste Strecke, die B & M Logistics-Service abbildet, führt nach Afghanistan: Für 7.500 Kilometer sind die Fahrzeuge dabei rund zwei Wochen unterwegs.

Doch unabhängig davon, wie weit die Fahrzeuge fahren: Die sensible Ladung muss immer lückenlos überwacht werden. Bedient werden alle Temperaturen von –25 bis +25 Grad Celsius. „Die Werte müssen zuverlässig konstant gehalten werden und die Türen sicher verriegelt sein“, erklärt Geschäftsführer Nurettin Büyükkoc. Das stellt B & M Logistics-Service mit der Telematik von idem telematics sicher, die seit 2016 im unternehmenseigenen Fuhrpark verbaut ist und ein umfassendes Monitoring der Transporte ermöglicht. „Uns hat besonders überzeugt, dass die Lösungen von idem mit den meisten Systemen unserer Kunden kompatibel sind und mehr Funktionen haben als die Produkte anderer Anbieter.“ Dazu gehört auch die Dokumentation der Beladezeiten sowie des Reifenluftdrucks. Abweichungen der Temperaturwerte werden per Alarm gemeldet – genau wie der unautorisierte Zugriff auf die Türen der Trailer. Zudem lässt sich per Geofencing digital ein Gebiet festlegen: Wenn das Fahrzeug dessen Grenzen überschreitet, löst das System ebenfalls einen Alarm aus.

Die Fahrzeuge von B & M Logistics-Service legen häufig sehr lange Strecken zurück.

Die Zwei-Wege-Kommunikation der Fahrzeugsysteme erhöht ebenfalls die Sicherheit und ermöglicht die Diagnostik des Kühlaggregats sowie die Setpoint-Einstellung per Fernwartung. Der Fuhrpark von B & M Logistics-Service umfasst rund 210 Fahrzeuge, die im Jahr rund 15 Millionen Kilometer zurücklegen. Das Unternehmen beschäftigt 235 Mitarbeiter und betreibt einen zweiten Standort in der Türkei. „Wir waren dort Pioniere und haben als erste Spedition im Land idem telematics genutzt. Weil wir wirklich sehr zufrieden damit sind, haben wir sie weiterempfohlen.“ Büyükkoc ist einst selbst durch eine Empfehlung auf die Marke aufmerksam geworden. Er schätzt vor allem die persönliche Betreuung: „Wir wurden sehr gut beraten, und idem hat die Produkte genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Das Team ist dreimal mit uns in die Türkei geflogen und hat uns vor Ort beim Einbau unterstützt.“

B & M Logistics-Service plant in naher Zukunft eigene Lager in Deutschland mit jeweils angeschlossenem Fuhrpark, um mehr Volumen abwickeln und noch stärker mit den Auftraggebern zusammenwachsen zu können. „Außerdem beschäftigen wir uns derzeit intensiv mit dem Teilen von Daten“, erläutert Büyükkoc. „In diesem Thema sehen wir großes Potenzial.“

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