Telematik kriegt alles auf die Lieferkette

Lesezeit: ca. 5 Minuten
Text: Juliane Gringer
Fotos: G. Leclerc Transport AG

Die Schweizer Spedition G. Leclerc Transport AG fertigt täglich eine große Menge an Kühltransporten für ihre Food- und Pharmakunden ab und bringt die bestellten Waren schnell, sicher, ressourcenschonend und lückenlos dokumentiert ans Ziel. Ohne die Telematik von idem telematics wäre das kaum zu bewältigen.

An einem sonnigen Dienstag greift der Fahrer der Spedition G. Leclerc Transport AG in der Nordwestschweiz zu seinem Tablet. In der cargofleet Driver App sieht er, welche Aufträge anstehen und welche Posten er mit auf seine Tour nehmen muss. Heute bringt er Impfstoffe in eine etwa 60 Kilometer entfernte Klinik. Der Fahrer erkennt schnell: Es ist alles geladen – damit ist er startklar! Würde etwas fehlen, könnte er das mit ein paar Klicks an die Disposition melden, denn der Transportprozess ist per Telematik vollständig vernetzt.

Truck und Trailer sind mit der Technologie von idem telematics ausgestattet: Im gesamten Fuhrpark des Unternehmens mit seinen rund 200 Zugmaschinen und 160 Sattelaufliegern sind die Telematik-Boxen von idem telematics verbaut. „Dadurch findet sich alles in einem Portal, wir können die Auftragsabwicklung und die Überwachung der Fahrzeuge sowie der Temperaturen über ein System erledigen und brauchen nur eine Schnittstelle“, erläutert Edwin Kohli, Leiter Verkauf und Projekte und Mitglied der Geschäftsleitung des Unternehmens. „Dieses System ist für alle Beteiligten unkompliziert zu bedienen, und die Qualität stimmt einfach.“

Lückenlose Dokumentation dank idem telematics

G. Leclerc wurde 1960 gegründet und hat sich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Flexibilität und Innovation sind wichtige Treiber für alle unternehmerischen Entscheidungen. Als Spezialist für temperaturgeführte Transporte liefert das Familienunternehmen national und international vor allem Lebensmittel, unter anderem seit 40 Jahren für Manor, die größte Schweizer Warenhauskette. „Seit 2016 sind wir zudem stark in den Pharmabereich eingestiegen und nutzen inzwischen 50 EIPL-zertifizierte Fahrzeuge nur für diese besonders anspruchsvollen Aufträge, bei denen man sich keine Abweichungen oder Lücken in der Dokumentation leisten darf“, sagt Edwin Kohli. EIPL ist das European Institute for Pharma Logistics in Stuttgart.

Der Fuhrpark der Spedition Leclerc ist optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. So sind zum Beispiel 50 Fahrzeuge EIPL-zertifiziert, um den besonders hohen Anforderungen von Pharmatransporten gerecht zu werden.

Vor rund zehn Jahren hat Leclerc begonnen, Telematik zu nutzen, um temperaturgeführte Transporte zu überwachen. Damals musste die Auftragsbearbeitung noch über ein weiteres System laufen. „Als idem telematics das all-in-one Telematik-Portal cargofleet 3 auf den Markt brachte, haben wir uns sofort dafür entschieden, weil es für uns wesentliche Vorteile bietet“, beschreibt Kohli. „Wir sind rundum zufrieden mit dem System, das sehr stabil läuft. Zudem überzeugt uns der Service von idem telematics: Die Ansprechpartner stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite, und bei Bedarf kamen auch schon Mitarbeiter aus München oder Ulm zu uns in die Schweiz.“

Enorme Erleichterung für den Fahrer

Damit die Impfstoffe sicher zum Empfänger kommen, hält der Trailer die Ware konstant im vorgeschriebenen Temperaturbereich zwischen zwei und acht Grad – das überwacht die Telematik individuell. Bei einer Abweichung würde das System sofort Alarm schlagen und den Fahrer selbst sowie die Disponenten in der Firmenzentrale informieren. In der Fahrer-App sind hinter jeder Station des Tages alle nötigen Informationen hinterlegt – neben der Lieferadresse unter anderem auch die Anzahl der Paletten und Pakete, die der Fahrer dort absetzen soll. Um den schnellsten Weg zu ermöglichen, berechnet sie über die integrierte Truck Navigation für jedes Ziel die beste Route. Das steigert die Effizienz, erklärt Edwin Kohli: „Ohne diese Technologie wäre unser tägliches Auftragsvolumen kaum zu bewältigen.“

»Ohne diese Technologie wäre unser tägliches Auftragsvolumen kaum zu bewältigen.«

Edwin Kohli, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Verkauf und Projekte, G. Leclerc Transport AG

Dem Fahrer erleichtert das Telematik-System die Arbeit sehr. Über die App kann er mit wenigen Klicks alle Daten abrufen, die für ihn wichtig sind. „Das ist wirklich alles sehr unkompliziert, praxisnah und gut durchdacht aufgebaut“, so Edwin Kohli. „Man kann zum Beispiel direkt aus dem Auftrag zur Navigation springen. Solche Details sparen in der Summe kostbare Zeit.“ Wenn der Fahrer beim Empfänger ankommt, kann der per Unterschrift auf dem Tablet die Lieferung digital bestätigen. Oder der Fahrer kann Probleme melden – zum Beispiel, wenn er die Ware nicht ausliefern kann, weil an der Zieladresse niemand erreichbar ist. Der gesamte Ablauf wird automatisch dokumentiert. Die Kunden können online auf alle Informationen zugreifen und jederzeit sehen, wo ihre Ware gerade ist. Unter anderem können sie sich die Unterschrift anzeigen lassen und das zugehörige Dokument als Lieferschein herunterladen.

Zehn Prozent Einsparung beim Verbrauch

Eine Funktion, die Edwin Kohli besonders schätzt, ist „Eco Response“: „Die Sensoren in Truck und Trailer messen Werte, die unter anderem Rückschlüsse darauf zulassen, ob vorausschauend gefahren wird.“ So kann er den Fahrern individuell Feedback geben, wie sie noch effizienter fahren können. Das hat laut Kohli viele positive Auswirkungen: „Die Fahrweise beeinflusst direkt den Verbrauch sowie den Verschleiß – und damit die Unterhaltskosten der Fahrzeuge. Da wir auch ständig unseren Fuhrpark erneuern und erweitern, können wir den Effekt zwar nicht exakt messen, aber ich gehe gerade beim Verbrauch sicher von ca. zehn Prozent Einsparungen aus.“

Umweltschutz steht für das Unternehmen stark im Fokus: „Wir engagieren uns stark für eine nachhaltige Produktion, investieren jährlich erheblich in unseren modernen Fuhrpark und nutzen technische Optimierungen.“ Neben den Schulungen der Fahrer werden beispielsweise die LKW verbrauchsoptimiert eingestellt und sind mit Eco-Reifen ausgestattet, ebenso werden Waschmittel bewusst und sparsam eingesetzt. Bei langen Strecken nutzt das Unternehmen, wann immer es möglich ist, die eigenen Wechselpritschen für den Umstieg auf die Schiene.

Das Fahrzeug mit dem Impfstoff an Bord fährt nun pünktlich an der Klinik vor. An der Rampe steht schon eine Mitarbeiterin bereit, die den Empfang quittiert und die Ware direkt in die Kühlräume des Gebäudes schiebt. Von dort aus kann das Ärzteteam auf die Medikamente zugreifen – und dabei ganz auf die Zuverlässigkeit der Spedition Leclerc vertrauen.

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