Der Charme eines Mittelständlers – gepaart mit allen Stärken eines Konzerns

Lesezeit: ca. 5 Minuten
Text: Juliane Gringer
Fotos: Kukla

Mit dem neuen Standort in Düsseldorf hat die Spedition Kukla im Rhein-Ruhr-Gebiet Fuß gefasst. Managing Director Dennis Paul Mahnecke gefallen die flachen Hierarchien des Unternehmens, sein Team und er erarbeiten gemeinsam mit den Kunden die Transportlösungen, die diese wirklich in der Praxis brauchen.

Wie stellt man sich als traditionsreiches Unternehmen mit 80 Jahren Firmengeschichte zeitgemäß auf? Die Spedition Kukla hat darauf eine erfolgreiche Antwort gefunden. „Durch unsere Unternehmensgröße sind wir so flexibel und agil, dass wir uns auch Großkunden anpassen können und haben gleichzeitig die Professionalität, das Know-how und alle Stärken eines Konzerns“, erklärt Dennis Paul Mahnecke, Managing Director am Düsseldorfer Standort des Unternehmens. „Wir müssen keine Kunden suchen, die sich uns anpassen, sondern wir gehen aktiv auf jedes Unternehmen ein.“

Zwischen Transportwegen wechseln

Kukla hat sich vor allem mit Short-Sea-Verkehren einen Namen gemacht, unter anderem in Bezug auf Transporte auf die Kanarischen Inseln, nach Spanien, Griechenland und Portugal. Das Portfolio wurde um Intermodalverkehre erweitert – und: „Wir bedienen auch Teilpartien und LCL-Transporte, doch unser Steckenpferd sind Komplettladungsverkehre“, erläutert Mahnecke. Die Spedition bietet die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Transportwegen zu wechseln. Damit wird sie nicht nur den Kundenwünschen gerecht; diese Flexibilität fördert auch das Thema Nachhaltigkeit: „Der Fokus muss nicht unbedingt auf Lkw-Verkehren liegen. Man kann auf Short-Sea Transporte ausweichen beziehungsweise Intermodalverkehre nutzen.“ Kukla bewirtschaftet über 200.000 Quadratmeter Lagerfläche in ganz Europa. Gerade in Pandemiezeiten konnte im Rahmen der Kontraktlogistik so flexibel am Markt agiert werden.

»Wir müssen keine Kunden suchen, die sich uns anpassen, sondern wir gehen aktiv auf jedes Unternehmen ein.«

Dennis Paul Mahnecke, Managing Director Kukla Düsseldorf

Auf die passende Persönlichkeit gewartet

Dennis Paul Mahnecke leitet den Düsseldorfer Standort seit dem Frühjahr 2021. Er stammt aus Lüneburg, wo er an der Leuphania-Universität Betriebswirtschaft studiert hat. Seinen beruflichen Weg startete er mit einem weltweiten Management-Trainee-Programm des US-amerikanischen Logistikdienstleisters C.H. Robinson, wo er zum Sales- und Key-Account-Manager aufstieg. Zur Besetzung des heute 37-Jährigen als Managing Director für Kukla in Düsseldorf kam es, als er nach einer neuen beruflichen Herausforderung suchte. Die Geschäftsführer der Münchner Spedition, Olaf Böhm und Knut Sander, hatten schon länger die Absicht, im Rhein-Ruhr-Gebiet Fuß zu fassen, wollten aber nichts erzwingen, sondern auf eine wirklich gut passende Persönlichkeit warten. Mahnecke berichtet: „Wir drei kannten uns schon länger, sind über ein mögliches Joint Venture ins Gespräch gekommen – und so kam Kukla nach Düsseldorf.“

Lean und nah an der Praxis

Das Angebot des Unternehmens nahm Mahnecke auch deshalb an, weil es ihm gefällt, bei einem inhabergeführten Mittelständler mit flachen Hierarchien zu arbeiten. Er kennt ein teilweise ähnliches Modell aus seiner Zeit bei Codognotto, einem italienischen Transportunternehmen in Familienhand, das als globaler 3PL-Dienstleister agiert. Für Codognotto hatte er ab 2013 deren deutsche Niederlassung in Düsseldorf aufgebaut und sie dann als Geschäftsführer geleitet, bevor er 2019 zu Eurofins Scientific nach Hamburg wechselte. Dass auch die Spedition Kukla auf flache Hierarchien setzt, wusste Mahnecke – und deshalb reizte ihn die Aufgabe. „Wir sind bei Kukla sehr nah am Kunden und sehr lösungsorientiert“, berichtet er nun. „Statt uns zu stark mit Corporate-Strukturen zu beschäftigen, agieren wir sehr lean, sind wirklich nah an der Praxis. Die direkte Arbeit mit den Kollegen, die alles umsetzen, und mit unseren Kunden – das macht mir besonders viel Spaß.“

»Es sollte mehr Unternehmen geben, die wirklich verstehen, was ihre Kunden brauchen, um ihnen konkret dabei zu helfen, ihre Aufgaben zu bewältigen.«

Dennis Paul Mahnecke, Managing Director Kukla Düsseldorf

Digitalität kontinuierlich ausbauen

Er sieht eine klare Nische: „Es sollte mehr Unternehmen geben, die wirklich verstehen, was ihre Kunden brauchen, um ihnen konkret dabei zu helfen, ihre Aufgaben zu bewältigen. Es nützt wenig, Geschichten davon zu erzählen, was möglich wäre, und man sollte auch nichts schönreden. Vielmehr muss man das, was wirklich in der Praxis gebraucht wird, auch umsetzen. Genau das erarbeiten wir gemeinsam mit den Kunden und realisieren es dann im Transportalltag.“ Die digitale Weiterentwicklung des Unternehmens hat Mahnecke besonders stark im Blick: „Wir haben immer mehr digitale Verbindungen mit unseren Kunden, haben unter anderem eine Plattform mit Subunternehmern aufgebaut und erweitern unsere Digitalität kontinuierlich.“

Rhein-Ruhr-Gebiet bietet viele potenzielle Talente

Die Region rund um Düsseldorf ist nicht nur spannend, weil es dort viele Verlader und damit potenzielle Kunden gibt, sondern auch für Arbeitgeber ist der Standort ein interessanter Markt, so Mahnecke. „Während man auf der Suche nach Mitarbeitern beispielsweise in Metropolen wie München oder Hamburg schnell an Grenzen stößt, wohnen hier 20 Millionen Menschen – rund ein Viertel der deutschen Gesamtbevölkerung“, erklärt der Managing Director. Dieses Potenzial an Talenten sei für Kukla ein sehr attraktives Plus. Zudem haben in den vergangenen Jahren in der Region viele Start-ups erfolgreich neue Ideen entwickelt, so dass auch Kukla hier von Trends profitiert. „Das alles bedeutet für uns als Kukla in Düsseldorf, dass die Chancen hier groß sind, um etwas auf die Beine zu stellen.“

International und flexibel

Den Talenten im Unternehmen ein sehr guter Arbeitgeber zu sein, ist dem Führungsteam von Kukla ebenfalls wichtig. Kukla bietet flexible Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, finanziert oder bezuschusst ÖPNV-Tickets oder Leihräder und bietet auch jenseits der Pandemie Homeoffice-Optionen, was in mittelständischen Speditionen nicht selbstverständlich ist. „Wir sind sehr international und freuen uns über die Diversität im Unternehmen. Vor allem wollen wir modern sein und eine gute Arbeitsatmosphäre bieten“, so Mahnecke. Die Bezahlung bei Kukla sei vor allem fair und wertschätzend. „Ich glaube, das ist besonders in unserer Branche wichtig und wurde in den vergangenen Jahren oft vernachlässigt.

Dennis Paul Mahnecke sagt, sein Job füllt ihn aus: „Ich mag unsere Firma, unsere Philosophie und unser Team. Vor allem ist mir wichtig mit Menschen zusammenarbeiten, die mit mir nach vorne gehen. Ausschlaggebend ist, dass mein Team unsere Arbeit nicht nur als reine Pflichterfüllung sieht, sondern ganz viel Lust mitbringt, einen kreativen Weg für die Zukunft zu finden.“ Weil das bei Kukla so gut funktioniert, macht es ihm auch solche Freude, das Unternehmen gegenüber Mitarbeitern, aber auch gegenüber Kunden zu verkaufen: „Bei uns ist alles sehr transparent, ehrlich und wertschätzend.“

Moderne Büroräume, die attraktiv bleiben

Der Standortleiter will nun für die Zukunft die Strukturen ausbauen, die weiterhin ein gutes Arbeiten ermöglichen Dazu gehört unter anderem, die Büros entsprechend zu gestalten. Noch sei beispielsweise unklar, ob die Mitarbeiter bevorzugt im Homeoffice oder im Büro arbeiten: „Wir spüren, dass viele wieder das Bedürfnis haben, sich persönlich zu treffen, sei es in der Firma oder bei Messen, Kongressen und Veranstaltungen.“ Deshalb überlegt man bei Kukla nun, wie Office-Konzepte aussehen sollten, damit sie weiterhin attraktiv bleiben und auch an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ausgerichtet sind. Weiterhin steht Kundenakquise ganz oben auf der Agenda von Dennis Paul Mahnecke, genau wie die Bindung von Partnern, unter anderem im Bereich Lkw und Bahn. „Da das Unternehmen auch finanziell stabil ist, sind wir gut aufgestellt, streben aber auch das nächste Level an und wollen mithilfe von digitalen Werkzeugen mehr Transaktionen pro Mitarbeiter erreichen, mehr Effizienz schaffen, mehr Kunden erreichen – und einen noch besseren Kundenservice ermöglichen.“

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